Aus dem letzten Gemeindebrief

Gemeindebrief zum Sommer 2020

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Zugegeben, Kirche ist mehr als die Kirchtürme. Evangelische Gemeinde in Löchgau und Freudental - das sind die Menschen, die zu ihr gehören, das ist Gott, der uns ruft und verbindet.

Aber die Türme gehören eben auch dazu. Unsere beiden Kirchtürme unterscheiden sich vor allem in der Laterne. Die Laterne in Freudental ist viereckig. Sie steht damit für Osten und für Westen, für Norden und für Süden oder für die vier Elemente der Welt. Als Kirchengemeinde wollen wir offen sein für alle Menschen. Und wir wollen hineinwirken in diese Welt. Gottes Menschenfreundlichkeit soll durch uns hindurchwirken und die Elemente dieser Welt prägen

In Löchgau ist die Laterne achteckig. Acht ist die Zahl der Ewigkeit. Wir leben und glauben im Angesicht von Gottes Ewigkeit, in der Hoffnung, dass Gott bei uns ist an allen sieben Tagen der Woche und in alle Ewigkeit. So deuten die Türme an, was uns verbindet und worauf wir hoffen.

Türme wurden ursprünglich errichtet, damit Menschen auch von weit hörten, was die Stunde geschlagen hat. Sie weisen auf Gott, er ist der Herr der Welt. Als Kirchengemeinde wollen wir uns diesen Auftrag zu eigen machen: Als Christen sind wir gerufen, auf Gott hinzuweisen und ihn hineinzutragen in diese Welt.

Die Türme sind eingebunden in Kreise. Es soll rund laufen in unseren Dörfern in unserer Kirchengemeinde.

Ein Kreis, eine Kugel bleibt in der Regel nicht stehen. Beweglich wollen wir sein als Kirchengemeinde, wollen uns den Herausforderungen der Zeit stellen und Antworten finden, die die Menschen verstehen und hören und glauben können.

Die Kreise erinnern uns aber auch daran, dass wir eingeschlossen sind in einen viel größeren Kreis. Wir gehören hinein in die Kirche Jesu Christi, die er auf der ganzen Welt hat. Wir sind umschlossen von der Liebe Gottes, die wie ein Kreis keinen Anfang und kein Ende hat.

Und die Farben? Da ist zunächst die Kirchenfarbe unserer evangelischen Landeskirche in Württemberg. Zu dieser Gemeinschaft gehören wir. Die Farbe hat eine Bedeutung. Sie entstand aus dem alten evangelischen Kirchenviolett, das auf das Kreuz und die Auferstehung Jesu hinweist, dann hat sie noch ein bisschen mehr Rot dazubekommen, die Farbe der Liebe Gottes und ein kleines bisschen Gelb als Farbe der Freude, des Festes, des Glanzes, der zu Gott gehört.

Und als Pendant dazu Blau: Farbe der Hoffnung, Farbe des Wassers, der Quelle des Lebens und der Kraft, Farbe des Himmels, auf den wir warten.

Die Füllung der Kreise und die Schrift sind jeweils in der anderen Farbe; beiden Gemeinden ist dasselbe wichtig, weil wir nur einen Gott haben, dem wir wichtig sind.

Wer genau hinsieht, der erkennt in der Mitte den Fisch, das älteste Symbol der Christenheit. Ein Bekenntnis und eine Zusage zugleich. Der uns verbindet und eint ist Jesus Christus, der eine Sohn Gottes, unser Retter und Helfer und Herr.


Nachlese zum Fusionsfest

Die Fusion unserer beiden Kirchengemeinden Löchgau und Freudental haben wir am 26. Januar gebührend mit einem großen Fest gefeiert – „wie eine Hochzeit“, wie es mehrfach angeklungen ist. Immerhin wurde beim Festakt in der Freudentaler Schönenberghalle am Nachmittag auch eine große Hochzeitstorte angeschnitten!  

Bereits am Vormittag fand in der Löchgauer Peterskirche der Festgottesdienst statt. Dass alle, die Löchgauer und die Freudentaler, künftig an einem Strang ziehen wollen, haben dabei die Mitglieder des neuen Kirchengemeinderats aus beiden Orten eindrücklich demonstriert. Die Festpredigt hielt Fabian Vogt, der Projekt- und der Posaunenchor sorgten für die Musik. Die neuen Kirchengemeinderäte wurden von Dekan Eberhard Feucht in ihrem Amt verpflichtet.  

Fabian Vogt und Martin Schultheiß sorgten als „Duo Camillo“ am Abend in der gut gefüllten Gemeindehalle in Löchgau mit ihrem Musikkabarett „Altarnative Wahrheiten“ für tiefsinnige Aha-Effekte und viel Gelächter.  

Es war insgesamt ein sehr guter Start auf den gemeinsamen Weg. Danke an diese Stelle noch einmal den zahlreichen Helferinnen und Helfern!